15.1.17

Bürgerstiftung zeichnet Fit um Acht aus

Am 13.1.2017 wurden die Preisträger des Ideenwettbewerbs der Bürgerstiftung geehrt, darunter auch unsere Sportkameraden Franz Günther, Dr. Wolfgang Grahlert und Willie Demel. Hier der Artikel des Usingen Anzeigers dazu:

OBERREIFENBERG - (mg). Dass der Neujahrsempfang der Bürgerstiftung Schmitten ausgerechnet auf einen Freitag, den 13., fiel, schuldete Bernhard Eschweiler bei der Terminierung keine Beachtung. Doch gegen sieben Uhr morgens wurde der Stiftungsratsvorsitzende in einen Autounfall verwickelt. "Gut, der andere kam mir auf meiner Fahrbahn entgegen", beschwichtigte Eschweiler. Aber als dann Punkt 17 Uhr Landrat Ulrich Krebs an seiner Haustür im Bassenhaimer Palais in Oberreifenberg an die Tür klopfte, merkte er, dass irgendetwas gewaltig schief lief an diesem Tag, denn der Neujahrsempfang war für 19 Uhr angesetzt. "Ich habe mir dann geschworen, egal, was heute noch passieren mag, ich lass mich nicht mehr aus der Ruhe bringen", begrüßte Eschweiler mit seiner Frau Jeanette die Gäste mit Sekt, die trotz des Schnees zahlreich zum Empfang erschienen. 
Vor der Bekanntgabe der Sieger des Ideenwettbewerbs 2017 gab Eschweiler die "Regeln des Hauses" bekannt. So bat er darum, dass sich beispielsweise niemand wegen der Kunstgemälde an die Hauswände lehnen dürfe. Kaum nötig, denn die klassischen Musikstücke von Familie Farnung ließen das Blut in den Adern nicht stillstehen. Preisträger Torsten Farnung (Klavier), der mit Unterstützung der Bürgerstiftung 2016 die Aperitifkonzerte in allen neun Ortsteilen Schmittens für kulturelle Highlights sorgte, präsentierte zum Empfang seine Kinder Anna-Maria (Violine), Theresa (Viola) und Konstantin (Cello) sowie Greta Luna Freund und Louis Klattenbach (Klavier), die mit schwingenden Stücken und von Farnung geschriebenen Kompositionen begeisterten. "Ich beneide die Kids für ihr Talent und ihre Passion", bewunderte Eschweiler die ambitionierten jungen Künstler so sehr, dass die Bürgerstiftung sich gerne verpflichtet sah, auch in 2017 drei weitere Konzerte anzubieten.
Im Herbst 2016 wurde die Bürgerstiftung Schmitten vier Jahre alt. Damit standen Neuwahlen für den Stiftungsrat an. Heiner Eickhaus und Dieter Arnheiter kandidierten nicht nochmals. Die Stiftungsversammlung dankte beiden für ihr großes Engagement beim Aufbau der Stiftung. Neben den bereits amtierenden Stiftungsratsmitgliedern Bernhard Eschweiler (Vorsitzender), Uwe Appel (Stellvertreter) und Michael Usinger wurden Heike Goy und Heidi Merkel als neue Mitglieder in den Stiftungsrat gewählt.
In den vergangenen vier Jahren wuchs die Bürgerstiftung zu einem wichtigen Bestandteil der Gemeinde Schmitten. Sie zählt heute 21 Stifter, verfügt über ein Stiftungskapital von über 100 000 Euro und konnte Spenden von über 50 000 Euro sammeln und somit Projekte im Wert von knapp 40 000 Euro fördern.
2016 hat die Bürgerstiftung neun Projekte im Wert von 18.000 Euro unterstützt und gefördert. Erwähnenswert ist, dass alle Projekte im vergangenen Jahr mit Akribie umgesetzt wurden und besonders lobte Eschweiler die jungen Leute, die die rote Bücherzelle in Arnoldshain aufstellten. Für die unterschiedlichen Bürgerinitiativen neben den Aperitifkonzerten wurden auch der Geschichtsverein mit einer Archivierungssoftware, die Sanierung der Jahrtausendhalle bei der Anschaffung von Arbeitsgeräten, die Kirchen mit Gottesdienst-Aufsteller, die Verlängerung des Pfads der Sinne, der behindertengerechte Eingang zum Dorfgemeinschaftshaus Hunoldstal und die Freiwilligen Feuerwehren mit Sicherungsmaterial bedacht. "Ohne die persönliche Unterstützung engagierter Bürger wären all diese Projekte nicht möglich gewesen", dankte Eschweiler im Namen der Bürgerstiftung jedem Einzelnen und der Gemeinde Schmitten mit Bürgermeister Marcus Kinkel für ihre Unterstützung wiederum. Und auch Landrat Ulrich Krebs lobte die Förderung genau solcher Projekte, die der Kreis oder die Gemeinde finanziell nicht stemmen kann. Umso wichtiger sei die Bürgerstiftung für die Menschen in Schmitten, für die Vereine und die Verschönerungen der Ortsbilder.
Um Schmitten noch attraktiver zu machen, entschied sich der Stiftungsrat für folgende Projekte, die im Ideenwettbewerb 2016 gewonnen haben und in 2017 umgesetzt werden sollen. Das erste Projekt entstammt der Idee von Wilhelm Demel, Franz Günther und Wolfgang Grahlert. Ziel ist es, die Grünanlage vor der Hattsteinhalle in Arnoldshain gegenüber dem neuen Seniorenheim derart umzugestalten, dass sie sowohl von den Sportlern als auch von den Bewohnern des Seniorenheims besser genutzt werden kann und attraktiver aussieht. Dafür ist zunächst ein Zaun notwendig, um insbesondere Hunde fernzuhalten. Die Bürgerstiftung wird die Anschaffung des Zauns inklusive Tor mit einer Summe von 4.000 Euro unterstützen.
Das zweite Projekt entstammt der Idee von Christel Kinkel, Sylvia Lankhof und Wilma Demel, die schon in Schmitten von ihren Verschönerungsaktionen in der Schillerstraße bekannt sind. Projektziel für dieses Jahr ist die Umgestaltung des Innenbereichs der Bushaltestelle Kanonenstraße Ecke Schillerstraße im Rahmen der stattfindenden Dachsanierung. Dabei soll das Schmiede-Motiv, das bereits an anderen Stellen in der Schillerstraße zu sehen ist, aufgegriffen werden. Außerdem wollen die Initiatorinnen zusätzliche Blumenkübel in der Schillerstraße aufstellen und diese anschließend selbst bepflanzen und pflegen. Die Bürgerstiftung wird diese Initiative mit 2.000 Euro fördern.
Mit einer weiteren Musikeinlage versüßte Farnung die anschließende Eröffnung des Büfetts, kreiert von Axel Humbert, Geschäftsführer von Tauna Tours. 
Damit auch in Zukunft sinnvolle Initiativen für Schmitten zustande kommen, benötigt die Bürgerinitiative auch künftig finanzielle Mittel und bat um weitere Spenden. Die Bankverbindung lautet: IBAN DE 70 5125 0000 0001 0008 88, BIC HELADEF1TSK, Verwendungszweck: Spende Bürgerstiftung Schmitten.

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